#privatestuff: Perfectionism and Illusions

Hallo!
Heute mal zu einem etwas ernsterem Thema, was mich seit ein paar Wochen beschäftigt. Ich hoffe ich langweile euch nicht 😉

Ich bin Perfektionistin. Ein Wort mit dem sowohl Positives als auch Negatives verbunden wird. Ich bin keine klassische Perfektionistin, ich beziehe meinen Perfektionismus nicht auf andere, sondern nur auf mich. Einerseits bringt mich das sehr weit, andererseits hält es mich sehr zurück. Oft habe ich das Gefühl, dass viele Leute, die Blogs schreiben, in der Modebranche unterwegs sind oder einen Instagram-Account mit hohen Followerzahlen unterhalten, auch Perfektionisten sind. Immerhin ist all dies oft schöner Schein. Wir zeigen nur das von uns, von dem wir wollen, dass es andere sehen.

Hello!
This time with a more serious topic which kept me up for the last few weeks.
I hope you’ll not get bored 😉

I’m a perfectionist. A label that’s marked down as something good as well as something bad. I’m not a perfectionist in the common definition, I don’t expand my perfectionism on other people, it only affects myself. On one hand, it’s a very good thing, since I do get things done, but on the other hand it holds me back.
I think quite a lot of people who either run a blog, have a popular Instagram or work in the fashion department do have tendencies to be a perfectionist. All of those pretty pictures, the bright smiles, all of those are often beautiful illusions, since, of course, we solely want to share the pretty things in our lives and not our problems. 

Und ist das verwerflich? Eigentlich nicht. Persönliche Probleme haben nicht immer etwas auf Internetplattformen zu suchen. Sie sind, wie schon gesagt, persönlich und deshalb ist es völlig okay, das auch so zu halten. Niemand sollte sich verpflichtet fühlen, wenn er es nicht wirklich will, seine Probleme online zu stellen.
Ich habe ein starkes ästhetisches Empfinden, deshalb liebe ich Instagram sehr. Allerdings erwische ich mich auch oft dabei (besonders an Regentagen), dass in mir ein wenig Neid aufkeimt, dass mein Leben auf einmal nicht mehr so schön erscheint im Licht dieser gefilterten, makellosen Bilder und Körper.

Is that a bad thing? I don’t think it is. Your own personal issues and problems are yours alone and you don’t need to share them if you don’t want to. I also believe that some things just shouldn’t be out there on the internet for everyone to be judged.
I have a strong aesthetic sense, so I do love Instagram very much. But on some days (especially when it rains) I catch myself being envious of those perfect bodies, perfect pictures on the Gram. My life suddenly seems to be less bright and more greyish.

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This, for example, is a picture of me that captures perfectionism and illusions at it’s best. I took at least 50 pictures to get „the one“ and as far as I remember I layered two different filters over it. So, yeah, not natural and easy at all, but seems like it, right?

Da liegt der Fehler. Denn das triggert den Perfektionisten in mir – allerdings weiß ich auch, dass viele Leute, vor allem junge Mädchen, den gleichen Eindruck haben und keine Perfektionisten sind. Oft setzte ich mich unter großen Druck um höchste Ziele zu erreichen, nicht für mich selbst, sondern weil ich nicht enttäuschen will, sei es in der Uni, bei Freunden und Familie oder eben auf Instagram. Das führt meistens dazu, dass ich diese Ziele nicht so einfach oder so einwandfrei erreiche, wie ich gerne möchte, weil der Druck mich fertig macht. Wenn ich solche Bilder sehe, dann habe ich das Gefühl, dass ich immer noch nicht gut genug bin. Aber im Grunde sagen mir das nicht die Bilder, auch wenn man vielleicht Kritik daran üben kann, sondern ich sage mir das selbst.

There’s the problem. It triggers my inner perfectionist (I do know that a lot of other people, especially young girls, have the same problem and aren’t perfectionists).
I’m under a lot of pressure sometimes to do „good“, to be „the best“, usually not because I want to, but because I don’t want to disappoint, be it in the Uni, be it friends and family or even people on Instagram. This leads to not doing as good as I could as well as sometimes failing since the pressure is higher than I can bear, but also it leads to me feeling bad when I see those pictures. It gives me the impression of still not being good enough. But in truth it’s not those pictures telling me that, (even though there sure is room to critize) it’s me telling myself those things.

Das sollte niemand sich selbst sagen. Wir haben auch sicher selbst solche Bilder von uns, von Dingen und Orten, wo alles perfekt scheint, aber im Grunde doch normal ist/war.

Ich habe hier zwei Bilder eingefügt; eins das schöner Schein ist, und eins, das echt ist.
Und das sollten wir alle im Hinterkopf behalten: Wir teilen oft nur den schönen Schein. Sehen wir uns ihn an, genießen wir ihn, aber vergessen wir darüber nicht, was wirklich ist und was wirklich wichtig ist, für uns.
Setzen wir unsere eigenen Prioritäten, dass was wir im Leben gerne erreichen wollen. Natürlich wollen alle schön aussehen, aber, suprise, du bist es bereits! Es sollten sich nicht hunderttausende, unterschiedliche, vielfältige und schöne Menschen mit dem Idealbild von zwanzig, recht ähnlichen, aber natürlich auch schönen, Victoria Secret -Models gleichsetzten.
Wir sind gut so wie wir sind. Wir haben das Privileg der Einzigartigkeit. Wir sollten lernen, es zu schätzen.

Mir sind in den letzten Wochen viele Menschen begegnet, die alle ganz unterschiedlich aussahen und auch ganz unterschiedlich waren und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl zu spüren: „Du kannst sein was du willst in diesem Leben“.
Und was sind das für unendliche Möglichkeiten, die wir haben, gerade in dieser Zeit, in der wir leben? Natürlich gibt es immer noch Sachen zu ändern, aber wir sind so weit gekommen und es gibt so viele Menschen, die bereit sind Dinge zu ändern und weiter zu kämpfen.
Ich glaube an diese Leute, ich glaube an dich und an mich.

Nobody should tell themselves such things. We surely have pictures like that ourselves, pictures that make everything seem perfect even though it probably was pretty normal.
I’ve included both here, the perfect picture and the one that made me happy.
We should remember that, often we share nothing more than a beautiful illusion. And that’s fine, let’s look at it, let’s share it, let’s like it, but let’s not forget what it truly is. And let’s not forget what’s important for us.
Let’s set our own priorities of what we want in life. Sure everyone wants to look good, but you know what? You already do! Millions of people; diverse, different, multifaceted and beautiful people shouldn’t compare themselves to twenty, rather similar looking, but of course also beautiful Victoria Secret-Models.
We are good enough, just the way we are. We all have the privilege of being unique. We should embrace it more. There’ll never be another you or me.

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This is a picture where I’ve actually just been happy. No posing, no filters, no nothing. Just one simple picture shot by my mom. And I connect to that one way more. Because that’s authentically me.


In the last few weeks I’ve met and seen a lot of different people with different opinions and personalities and for the first time in my life I had the feeling I could truly be whoever I wanted to be in this life.
Especially in the times we live in now. Of course there’s still much to do, but we have already come so far and there are so many people who want to do even better.
I believe in them, I believe in you and me.

What a time to be alive.

  1. Habe diesen Text eben beim Blättern in Deinem Blog entdeckt. Wie wunderbar geschrieben. Du machst Dir ebenso tiefe, wie inspirierende Gedanken. Ich bin richtig eingetaucht in diese Zeilen und gern eine Weile dazwischen hin- und herspaziert.

    Dankeschön für diese schönen Minuten!

    Und das Foto unten, bei dem Du drunter geschrieben hast, dass das Du bist, wie Du bist, das ist ein sehr, sehr schönes!

    Liebe Grüße, Isabell!

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