I am feeling stressed recently… #privatestuff

Ein kurzer (wirklich!) Blogeintrag diesmal nur in Deutsch.

Schreiben macht mir unglaublich viel Spaß, Fotografieren ebenfalls, beides kann ich hier vereinbaren – eigentlich sollte ich glücklich sein. Aber obwohl der Blog erst wenige Wochen alt ist, weiß ich nicht so recht wo es bei mir hingehen soll und das stört mich. Ich habe nicht das Gefühl bereits meine Nische gefunden zu haben. Etwas, wo ich herein passe.

Eigentlich habe ich mich immer gegen den Gedanken gewehrt in eine Schublade zu wollen. Mich interessiert so vieles, ich möchte über so verschiedenes bloggen, aber gleichzeitig fühlt sich nichts nach mir an. Ich bin noch immer gegen Schubladen – aber dafür sich selbst in seinem Blog wiederzufinden. Das ist wahrscheinlich das Wichtigste.

In letzter Zeit habe ich eher den Eindruck, dass ich mich mit jedem Blogpost ein wenig weiter von mir entferne. Natürlich liebe ich Reisen, die Bilder, die ich dort mache oder Fashion, wie man so schön sagt. Aber ich will eben nicht nur das. Am liebsten würde ich Dinge teilen, die andere Menschen, euch also, inspirieren und ich würde mir wünschen, dass ihr euch wohler fühlt, wenn ihr den Blog lest – vielleicht sogar ein bisschen ins Nachdenken kommt. Gleichzeitig würde ich das dennoch gerne mit meinen Fotos verbinden, mit Kleidung und mit schönen Orten, die mich persönlich weitergebracht haben.

Ich weiß nur nicht so recht wie. Und deshalb fühle ich mich in letzter Zeit unwohl, wenn ich an den Blog denke, obwohl ich ihn sehr mag. Ich habe das Gefühl mich von meinem Ziel weiter zu entfernen, als auf es zuzukommen. Ich möchte hier gerne authentisch sein und momentan denke ich, dass ich es nicht bin – das ist auch nicht gut für euch.

Braucht man einen Blog, der so etwas macht? Inspirierende, nachdenkliche Einträge mit schönen Bildern dazu? Geschichten zu erfüllenden Orten? Würde so etwas überhaupt gelesen? Gibt es so etwas schon?

Ich weiß es nicht. Einerseits würde ich es gerne probieren – andererseits habe ich Sorge, dass es niemand liest. Und ich schreibe den Blog natürlich schon auch für euch.

Das sind, kurz erzählt, meine Gedanken. Ich wollte euch das nur schnell wissen lassen und nicht einfach in der Versenkung verschwinden. Ich werde in den nächsten Wochen sehen, ob sich diese Gedanken in ein Konzept bringen lassen und dann schauen, ob dieses Konzept funktioniert. Ich weiß nicht, ob ich nächsten Sonntag schon so weit bin, aber ich werde es versuchen. Falls nicht – gebt mir ein bisschen Zeit – ihr werdet auf jeden Fall von mir hören.

Einen wunderbaren Sonntag euch allen,

Isabell

3 Antworten auf “I am feeling stressed recently… #privatestuff”

  1. Ich habe Deine Seite hier erst vorhin gefunden, habe hier ein wenig gestöbert, dort ein wenig gelesen. Mir gefällt Dein Blog! – Lass ihn entstehen, lass ihn sich entwickeln, sei neugierig, wo er Dich hinführt, wo Du ihn hinführst. Es muss nicht für alles ein genau vorbestimmtes Ziel geben.

    Ich habe genau am 13. September 2011 begonnen zu bloggen, auf einem Portal, dass ich dann wegen seiner Schließung verlassen musste. Ich habe meine Einträge zu WordPress mitgenommen und weitergeschrieben.

    Ich möchte Dir zeigen, wie die ersten Sätze meiner „Bloggerkarriere“ lauteten:

    „Es ist gewagt.

    Mein allererster Blog beginnt zu leben. Noch sehr unfertig. Aber es ist nicht mein Bestreben, ihn je „fertig“ zu stellen. Soll er sich entwickeln, sich verändern, mag er immer ein wenig unfertig bleiben. So werden, er und ich, uns einander immer ähnlich sein, uns, miteinander lebend, ineinander spiegeln.“

    Könntest Du das für Dich, Dein Bloggen, vielleicht auch annehmen?

    Meine wichtigste Intension beim Bloggen war zunächst, mich selbst zu hinterfragen, zu reflektieren. Ich schreibe seit Beginn in verschiedenen Rubriken und habe nach und nach eine (sich immer mal ein wenig verändernde) Lesergemeinde. Nach und nach sind mitunter sehr interessante, bereichernde, schöne Dialoge zu einigen meiner Einträge entstanden. Seit dies begann, weiß ich, dass ich nicht mehr nur für mich schreibe …

    Alles, was ich schreibe, ist bis heute sehr mit mir verbunden, ist sehr ICH. Darunter ist nicht alles „leicht verdaulich“, Etliches habe ich mir „von der Seele“ geschrieben, wieder und wieder, damit ich es nicht allein tragen muss(te). In diese Richtung gehen nicht wenige Einträge, die ich an sich allenfalls zur eigenen Selbstverständigung schrieb oder um halt etwas „abzulegen“. Aber auch auf diese Einträge bekam ich oft Rückmeldungen, die mir nicht selten eine wirkliche Hilfe waren. – Das hatte ich ursprünglich nicht erwartet.

    Ein paar Menschen aus meiner „Lesergemeinde“ sind mir mittlerweile wirkliche Blogfreundschaften geworden, einige auch etwas mehr, eine ist seit ein paar Jahren eine ganz reale Freundschaft, die ich ungemein schätze.

    Darum ging es mir, als ich zu schreiben begann, freilich gar nicht. Ich schrieb und schreibe um des Schreibens willen. Ich habe es sich entwickeln lassen. Und ich bin mit der Entwicklung zufrieden.

    Lass Dir Zeit, Isabell, lass Deine Seite entstehen. Was ich bisher und in der Kürze hier gefunden habe, ist, dass Du etwas zu sagen hast, dass Du das auf sehr ansprechende, überlegte und einladende Weise tust.

    Ich denke, ich werde wiederkommen …

    Viele freundliche und liebe Grüße und ganz viele gute Wünsche für weitere Freude am Bloggen!

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    1. Hallo lieber Sternfluesterer,

      Erst einmal: Es tut mir sehr leid, dass die Antwort so spät kommt, aber ich habe mich nun etwas sortiert für meinen Neustart, was mich doch etwas mehr Zeit gekostet hat als gedacht.

      Ich finde deinen ersten Satz sehr gut und kann ihn definitiv für mich annehmen. Du hast Recht. Man ist eigentlich nie „fertig“, aber strebt dennoch irgendwie immer dahin, wodurch man immer unzufrieden bleibt, weil es eben kein „fertig“ gibt. Das ist auch gut so, denn „Fertig“ nimmt einem auch jede Chance zum Weiterentwickeln. Danke, dass du mich daran erinnert hast!

      Ich finde es sehr mutig von dir, dir etwas von der Seele zu schreiben, denn ja, das möchte ich auch gerne, zeitgleich gibt man auch sehr viel von sich preis. Ich finde es super, dass du das machst und es inspiriert mich. Auch, dass du damit so gute Erfahrungen gemacht hast – das gibt mir Hoffnung. Ich denke, auch das werde ich aufnehmen. Natürlich ändert sich die Lesergemeinschaft, aber ich wollte immer auf meinem Blog „Ich“ sein können ohne mich anpassen zu müssen oder mich zu verstellen um möglichst viele Leser zu bekommen oder über das zu schreiben, was „in“ ist, aber eben bei mir selbst nicht „in“ ist, wenn du verstehst wie ich meine. Daher finde ich deine Erfahrungen bereichernd und hoffnungsgebend – vor allem, was du auch von Blogfreundschaften und normalen Freundschaften erzählst.

      Ich hoffe, ich kann mir diese Einstellung auch angewöhnen, ich bin oft ungeduldig mit mir.

      Dankeschön! Ich freue mich, wenn du das so empfindest!

      Ich würde mich sehr freuen, dich hier wiederzusehen, auch wenn meine Antwort so lange auf sich hat warten lassen.

      Liebe Grüße und gute Wünsche zurück!
      Isabell

      Gefällt 1 Person

      1. Ich komme gern wieder, liebe Isabell. Dankeschön für Deine wertschätzende und so freundliche Antwort.

        Vielleicht magst Du bei mir ja auch ab und zu lesen. Auch, wenn manches , wie schon geschrieben, nicht ganz „Leicht“ ist. Aber Du kannst ja aussuchen!

        Hab‘ ein schönes und erholsames Wochenende!

        Bis zum Wiederlesen (und -schreiben) auch ganz liebe Grüße von mir an Dich!

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