Your vibe attracts your tribe…

…habe ich neulich gelesen.
Ich habe mir recht lange überlegt, was mein erster Blogeintrag sein soll, wenn ich zurück komme und irgendwie hat’s mir dieses Zitat angetan als ich es gelesen habe. Es ist mir auch nicht so wirklich aus dem Kopf gegangen.

Ich weiß nicht, wie’s bei euch ist, aber im Gegensatz zu anderen Leuten fiel es mir immer recht schwer wahre Freunde zu finden.
„Wahre“ Freunde, damit meine ich Menschen, die ähnlich komisch sind wie ich.
Ihr wisst schon. Leute, bei denen man ungestört sein eigenes seltsames Ich sein kann und die das auch noch cool finden.
Oft hatte ich das Gefühl, dass die meisten Menschen lieber das von mir in mir sehen, was sie sich unter mir vorgestellt haben, als wir uns das erste Mal getroffen haben. Es gibt sicher Leute, die ganz unbarmherzig sie selbst sind, wenn sie andere Leute treffen.
Aber ich bin keiner von diesen Leuten, obwohl ich diese sehr bewundere.
Meistens bin ich immer etwas verhaltener, wenn ich jemanden treffe, halte meine Macken etwas zurück um niemanden zu erschrecken.
Denn ich bin schon ein wenig komisch – wie jeder andere Mensch auch. Wir sind bloß oft so angepasst, so wenig wir selbst, dass wir es gar nicht mehr merken.

…I read recently.
I did put some thought in what was supposed to be my first blogpost after returning and somehow it was this quote I always came back to.

I don’t know what your take on this is, but unlike most people, I always found it quite hard to make true friends.
When I speak of „true“ friends, I mean people who are the same kind of weird as I am. You know what I mean? When you’re around those people, you can be your own weird, awkward self and they still think you’re cool.
Though most of the time I feel like people rather want me the way they have seen me, when we met the first time. I’m sure there are people who are being unapologetically themselves when you first meet them, but I am not one of them, though I always admired them. I’m not not being myself, but I’m holding off a bit, so to not scare you off with all my weirdness.
Because of course I’m weird! Everyone is! We have just conveniently hidden our weirdness away and started acting like we’re all „normal“, whatever that is, and by doing that – we forgot that we’re individuals and by that definition – a bit weird.

Wir sind aber Individuuen. Keiner von uns ist wie der andere – was uns in den Augen des Anderen auch immer ein bisschen seltsam – und unverständlich – erscheinen lässt.
Wenn man sich immer seiner eigenen Seltsamkeit verweigert, wird man traurig – jedenfalls habe ich das so erlebt. Alltagstheorie.
Eigentlich bin ich auch gerne ein wenig anders, denn das ist was mich ausmacht, oder? Ich wollte nur immer gefallen und so, wenn möglich, mehr Leute finden, die meine Art Andersartigkeit etwas teilen. Dabei habe ich mich aber angepasst, wodurch man meine Andersartigkeit nicht mehr sehen konnte – ergo; Ich konnte schließlich niemanden mehr kennen lernen, der genauso komisch ist wie ich, weil der ja nicht mehr sehen konnte, dass ich komisch bin. Macht Sinn, ne?

Being Individuals we all differ from each other ever so slightly – which makes us weird – or rather not that understandable – in each others eyes.
If you’re denying your own weirdness, you’ll become sad – at least that’s what I found out.
I like my own weirdness, because that’s what makes me stand out, right? It’s what makes me Me. I just wanted to please people, so as to find more people who’re in the same way weird as I am, but by trying to please people I’ve adapted to others so much that you couldn’t see my own weirdness anymore. And by that I had achieved the exact opposite of what I wanted to achieve: I wasn’t able to meet someone whose weirdness was compatible to mine, because those people couldn’t see what my weirdness was anymore.

Und hiermit sind wir bei: „Your vibe attracts your tribe“ angekommen. Law of Attraction nennen sie es auch, soweit ich weiß. Kurz gesagt; du ziehst an, was du ausstrahlst. Die Law of Attraction bezieht das noch auf weit mehr als nur Menschen, aber hier funktioniert es im Grunde genauso.
Wenn du also einfach du selbst bist, wirst du Leute anziehen, die dir ähnlich sind. Die dich eben mögen, wenn du, du bist.
Wenn du aber immer nur derjenige bist, den irgendjemand anderes gerade sehen will – seien es deine Freunde, dein Partner, deine Familie oder vielleicht auch einfach die Gesellschaft im Allgemeinen, wirst du höchstwahrscheinlich nur versehentlich Leute treffen, die dich für dich mögen und bei denen du niemand anders sein musst. Daran ist man dann auch ein wenig selbst Schuld, wenn man seinen Mitmenschen keine Chance gibt einen Blick auf sein wahres Ich zu erhaschen.

Es geht leider zu oft darum möglichst vielen Menschen zu gefallen – nicht nur „heutzutage“, sondern immer schon – und dabei zu vergessen, dass man eigentlich nur den richtigen Menschen gefallen muss.
Und die findet man eben nur, wenn man so ist, wie man ist. Denn nur dann weißt du, dass dein Freund sich wirklich auf dich einlässt – nicht auf jemanden, den du vorgibst zu sein.

And that’s where we end up at „Your vibe attracts your tribe“. Law of Attraction they call it also. To make it quite short: You attract what you emanate. Of course, the Law of Attraction goes farther than this – they apply it to everything that happens to you. But we’re talking about people here and it goes for them, too.
If you’re being yourself, you’ll attract people who like you for being yourself. Your vibe attracts your tribe.
If you’re being somebody some other person wants to see – may it be your partner, your family, your friends – you’ll only very rarely attract someone who likes you for being truly you. And that’s not necessarily their fault, because if you don’t let them catch a glimpse of who you truly are, how are they supposed to see you?

Unfortunately it’s often about being liked by the many – not just in this day and age, it has always been like that – and not being liked by the right people.
You’re only going to find „your“ people, the right people, if you’re being yourself, because only then you know that your friend knows you – the real you and not someone you pretend to be.

Kurz gesagt: Lasst uns mehr die Leute sein, die wir wirklich sind. Wir werden erstaunt sein, wie viele Leute uns genau so mögen wie wir sind. Auch Leute von denen wir es vielleicht nicht vermuten.
Mal davon abgesehen, dass es uns viel besser gehen wird, denn es ist immer noch entspannender einfach man selbst zu sein.

To cut things short: Let’s be ourselves, the people we really are. We’re going to be surprised how many people like us just like that. Maybe even people we never expected this of.
It’s also of great benefit to us, because we’re going to be feeling a lot better and it’s just more relaxing to not having to pretend to be we’re something we’re not.

Let’s go find our tribe!

But let’s also not forget to be kind to others even though we might find them a bit odd.

Hugs,
Isabell

PS: Alle meine deutschen Leser (so viele habe ich ja nicht :D): Nicht vergessen wählen zu gehen. Wen ihr wählt, da mische ich mich nicht ein. Das muss jeder mit sich selbst vereinbaren. Ich hoffe allerdings, dass es in Zukunft wieder möglich sein wird sich mit Respekt und Freundlichkeit gegenüber zu treten. Und zwar einem jeden Menschen.

4 Antworten auf “Your vibe attracts your tribe…”

  1. „Wenn man sich immer seiner eigenen Seltsamkeit verweigert, wird man traurig …“

    Das kommt in meine Aphorismensammlung, liebe Isabell, denn das ist eine ebenso interessante, wie wohl wahre Erkenntnis. Ich danke Dir, dass ich sie hier von Dir aufgeschrieben finden durfte.

    (Ich sammle Aphorismen schon seit jungen Jugendtagen. Kein Buch, kein Brief, kein Blogtext ist insoweit vor mir sicher … 😉 – ich verspreche aber und halte es natürlich stets so, dass ich gefundene Sprüchlein nie als meine eigenen ausgebe, wenn ich sie etwa wem anderes schreibe)

    Auch sonst ist Dein Text sehr schön. Ich habe mich sehr darin wieder gefunden!

    Das betrifft auch das Wählen gehen. Ich habe noch nie eine Wahl ausgelassen. Nicht gehen, ist gleichgültig sein. Das aber bin ich nicht und will ich nicht. Du augenscheinlich auch nicht – das schenkt mir Freude, wie auch der Wunsch, den Du zum Ende Deines Eintrags zum Ausdruck gebracht hast.

    Viele ebenso freundliche wie liebe Grüße an Dich!

    Gefällt 2 Personen

    1. Mich freut und erstaunt es immer, dass du dir genau die Sätze heraussuchst, bei denen ich ein wenig gezögert habe sie zu schreiben. Aber umso besser!

      Ich finde tatsächlich, dass man gewisse Lebensweisheiten einfach weitergeben kann, ohne die Quelle anzugeben, denn früher oder später kommt ja doch wieder jemand anders drauf. Ich denke auch nicht, dass ich die Erste bin, die sich das gedacht hat. Also, mich musst du nicht als Quelle angeben. Ich füge auch meistens hinzu, dass die Sachen, die ich mir denke, sicher nicht nur mir vorbehalten sind. Bei Zitaten und dergleichen ist das natürlich eine andere Sache.

      Das freut mich sehr zu hören!

      Genau das ist es. Ich hoffe wirklich, dass die Menschen wieder lernen respektvoll miteinander umgehen zu können, denn früher oder später macht uns dieser rohe Umgang miteinander nur unglücklich.

      Alle Grüße mit Briefmarke wieder zurück!

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s