Teatime | Two busy weeks

Hallo meine Lieben,

Ich habe mir aus gegebenem Anlass ein neues Format überlegt: Teatime. Hat nichts mit den anderen Kategorien zu tun, sondern hier erzähle ich ganz persönlich aus meinem Leben. Tue ich auch so irgendwie immer, aber halt eben sonst mit anderen Inhalten vermischt. Bei Teatime aber gibt es die volle Dosis Isabell (ob das wohl etwas Gutes ist? :D) garniert mit den Zitaten, die mir in der letzten Zeit geholfen haben. Wenn euch das nicht interessiert, könnt ihr es recht einfach vermeiden, indem ihr alle Blogeinträge mit Teatime im Titel nicht anklickt.

Also, willkommen zu meiner ersten Teatime. Schnappt euch ’ne Tasse Tee und setzt euch dazu, ich würde mich freuen 🙂
In den letzten zwei Wochen, in denen ich nicht gepostet habe ist viel passiert. Ich wollte mir deshalb nicht einfach ein anderes Thema überlegen und darüber schreiben und so den Faden wieder aufnehmen, weil sich das irgendwie anfühlen würde, als ob ich etwas überspringen würde. Gleichzeitig kann ich all das hier nicht in irgendeinen anderen Blogeintrag stopfen. Daher die Idee mit Teatime.

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Die letzten beiden Wochen haben mich erschöpft, aber nicht unbedingt auf eine negative Art und Weise. An meiner inneren Einstellung hat sich viel zum Positiven verändert. Das musste ich alles erst einmal sortieren und verarbeiten. 2017 war allgemein ein Jahr, in dem ich sehr viel, sehr schnell über mich gelernt habe. Was einerseits sehr schön ist, weil man seine eigenen Fortschritte richtig verfolgen kann, andererseits eben aber auch anstrengend.
Wieso so plötzlich und wieso so viel, fragt ihr? Nun, ich habe mich Anfang letzten Jahres entschlossen in Therapie zu gehen, einfach weil viel zu viel auf mir lastete und ich mich selbst immer größerem Druck aussetzte. Ich bin eine Perfektionistin, woran mein Umfeld nicht unbedingt ganz unschuldig ist. Was ich machte, 2017, durfte nicht einfach nur gut sein, es musste das Beste sein. Der Druck, der durch so eine Haltung entsteht ist immens, ich denke, das kann sich jeder vorstellen. Oft habe ich meine Gefühle geleugnet und nicht zugelassen und einfach in meiner Blase weitergelebt, bis es nicht mehr ging. Und das war schon gut so, auch wenn es sich vielleicht hier negativ anhört und sich damals auch schlecht anfühlte. Aber manchmal muss man eben gründlich gegen die Wand rennen um zu merken, dass der Weg dort nicht weiter geht. Und da ich das anscheinend so brauchte, habe ich mir einmal gründlich den Kopf eingerannt 😀
Ich bin ehrlich gesagt immer noch vorsichtig hier alles zu beschreiben und mich zu öffnen, aber … wieso eigentlich nicht? Leute, wenn es euch nicht so gut geht und ihr meint mit niemanden reden zu können oder von niemanden wirklich verstanden zu werden; wendet euch an einen Therapeuten, selbst wenn ihr jetzt nicht meint wirklich krank zu sein. Es ist einfach unglaublich hilfreich jemanden zu haben, mit dem ihr nicht in einer persönlichen Beziehung steht, der schon seines Berufs wegen verschwiegen sein muss und der euch nicht verurteilt, der aber gleichzeitig so professionell ist, dass er eure Denkmuster auseinandernimmt und euch wirklich effizient weiter hilft. Man wächst, das Leben verbessert sich und man lernt Dinge abzulegen, die einem einfach nicht helfen. Kurz gefasst; es geht einem einfach besser.
Wieso teile ich das öffentlich, wenn ich mir noch unsicher bin? Auch ganz einfach: Weil ich damals niemanden hatte, der in einer ähnlichen Situation war und weil ich mir völlig allein vorkam. Ich möchte nicht, dass sich jemand anders so fühlen muss.

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Ich bin schon wieder viel zu weit abgeschweift – das ist der Grund weshalb ich eigentlich vermeide persönlich zu schreiben; ich rede einfach zu viel.
In jedem Fall habe ich 2017 angefangen mich mit mir selbst auseinanderzusetzten und an mir zu arbeiten, hab mir, weil’s so schön ist, noch ein paar Mal den Kopf eingehauen, bis auch wirklich gemerkt hab‘, dass da ’ne Wand ist (werde ich vielleicht auch noch ein paar Mal machen, man kann ja nie wissen) und habe viel über mich gelernt. Vor allem, ein bisschen freundlicher zu mir zu sein und mir zu verzeihen.
Aber gerade in den letzten zwei Wochen sind mir ein paar Punkte noch klarer geworden. Dinge wie: „Mein Leben gehört tatsächlich mir“ und „Ich muss keine Erwartungen erfüllen“ und „Ich bin nicht schuld“.
Gewürzt mit ein paar anderen Ereignissen in meinem Leben, hat all das so viel Zeit und Energie gekostet, dass ich die einfach nicht für einen Blogpost aufbringen konnte. Außerdem wusste ich auch nicht so recht, ob ich einfach über all diese „Erleuchtungen“ hinweg gehen sollte und einfach über andere Dinge schreiben oder all das ansprechen sollte. Ihr seht wofür ich mich entschieden habe. Alles andere hätte sich irgendwie ein bisschen nach verschweigen angefühlt.

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Das ist, was los war, in den letzten zwei Wochen. Sehr ins Detail gegangen bin ich noch nicht, aber hey, lasst mich mal wissen, ob euch das interessiert, ob euch dieser persönliche Schreibstil gefällt und ob ihr gerne mehr über mich wissen wollt?
Ich will nichts schreiben, was im Endeffekt ungern gelesen wird, weil das weder für mich noch für euch befriedigend ist. Meine Vergangenheit (Gott, wie theatralisch das klingt) ist mitunter ein schwereres Thema, da ich sehr jung und nach langer Krankheitszeit ein Elternteil verloren habe – vielleicht gibt es Menschen, sowohl Eltern als auch Kinder, die in einer ähnlichen Situation sind/waren und eventuell interessiert wären mehr darüber zu hören? Wenn aber kein Interesse besteht, werde ich darüber nicht unbedingt schreiben. Wenn ich darüber schreibe, würde ich es mit einem Augenzwinkern machen wollen und nicht todtraurig und mit viel Pathos. Klar, ist es ein ernstes Thema, aber ich möchte meine Leichtigkeit nicht verlieren.
Ich würde darüber nicht ständig oder alles in einem Blogpost schreiben. Es würde unter Teatime fallen und so erzählt werden, wie es eben kommt. Ich plane nichts, erzwinge nichts, sondern schreibe nach Stimmung einfach drauf los.
Lasst mich eure Meinung wissen.

Bis dahin, fühlt euch gedrückt,

Isabell

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