On Success

English Version between

Erfolg war für mich lange nur einfach von einem beruflichen Ziel zum nächsten zu eilen. Erfolg hatte für mich nichts mit persönlichem Glück zu tun, sondern mit materiellem, mit Unterlagen, die man vorweisen kann, tief verwurzelt in den Erwartungen anderer, die ich zu erfüllen hatte (zumindest dachte ich das). Ob ich das wirklich wollte? Das war mir egal.
Und das war ein großer Fehler.
Kurz habe ich in meinem letzten Blogpost geschrieben, unter welchen Druck ich mich gesetzt habe um diese Ziele zu erreichen. Tatsächlich hat das eher dazu geführt, dass ich sie nicht erreichte oder einfach keine Motivation mehr hatte. Letztendlich kommt Motivation aus der Liebe zu einer Sache und ja, natürlich muss man sich manchmal auch anspornen, aber wenn es gar nicht mehr um die Sache geht, sondern nur ums Prinzip, ums Häkchen hinter dieser Sache, dann geht nun mal auch die Motivation irgendwann flöten.
Bei mir ist sie dann flöten gegangen und alles, was ich dachte, war: „Faule Socke“.

Success for me was, for a long time, running from one achievement (in career-terms) to another. It had nothing to do with my personal happiness, it was purely material and based on the expectations of others. Was that something I wanted? That didn’t matter.
And that was a big mistake.
I wrote in my last blogpost that I’ve always pressured myself into reaching my goals. Not just, you know, being motivated in a positive way to reach my goals, but really pressured myself into it to the point where failure wasn’t an option. And somehow that made it even harder to reach them. Motivation comes from a love of doing things. True, sometimes it’s hard and you need to push yourself, but that stops, when it’s no longer about the thing, but just out of a principle or to put a check mark behind said thing. That’s when motivation dies.
It died for me. And all I thought was: „Well, you’ve gotten pretty lazy.“

Nö. Ich war nicht faul. Ich war überfordert und nicht nett genug zu mir um zu erkennen, dass ich mir selbst nicht mehr gut tue.
Irgendwann binnen des letzten Jahres merkte ich, dass ich das ganze Zeug, was ich tue oder zu erreichen versuche, ja eigentlich gar nicht für mich mache, sondern um gesellschaftliche Standards zu erfüllen, die von meinem Umfeld so gesetzt worden sind, und die ich mir aber auch habe von meinem Umfeld setzten lassen. Das war hart. Und das ist übrigens auch ziemlicher Bullshit das so zu machen.
Problem war; jetzt wusste ich ja eigentlich gar nicht, was ich wollte.
Sozusagen eine Midlife-Crisis ohne Midlife.
Ich las dann bei jemanden: „Lebst du schon oder erfüllst du noch Erwartungen?“ und ja, that hit hard.
Ich weiß nicht, was ich will. Das ist okay so. Vielleicht werde ich es nie richtig wissen, aber auch das ist okay, solange der Mist, den ich baue mein Mist ist, oder anders gesagt: Meine Entscheidungen meine eigenen.
Was ich damit sagen will?

Nope. I wasn’t lazy. I overburdened myself and I wasn’t patient and kind enough to myself to realize that. I was toxic to myself.
What I also understood last year was, that I didn’t do those things for myself and that those goals I’ve set myself weren’t even mine. They were dictated by my surroundings and, to a part, by society. And I let them be dictated to me. Realizing such a thing was pretty hard. And doing such a thing was pretty bullshit.
The problem now; I didn’t know what I wanted. Kind of a mid life crisis without really being mid life.
And then I read somewhere, and I’m trying to translate from german here without letting it sound silly; „Do you already live or are you still trying to fulfill expectations?“ That hit hard.
I don’t know what I want. And that’s okay. As long as my mistakes are my own or, to put it in other words, my decisions and goals are my own.
What’s the point of telling you all this?

Nun, um ein glücklicheres Leben zu leben, sollte es in diesem Leben vor allem um euch gehen! Nicht um das, was irgendjemand von euch erwartet. Eure Ziele sollen die eurigen sein und lasst euch nicht von beruflichen Erfolg leiten oder von materiellen Dingen. Klar, das kann einen glücklich machen und einem Spaß machen. Ich möchte nicht auffordern in den Wald zu gehen und alles aufzugeben und euch auch nicht davon abbringen, das zu erreichen, was ihr euch erträumt. Im Gegenteil: Go for it! Aber hängt nicht eure Lebenslust daran, eure ganze Existenz. Euer Glück hängt letztendlich nicht davon ab. Ihr habt vor diesem Traum ein Leben gehabt und das ist genau so viel wert, wie das Leben, was ihr führt, wenn ihr den Traum erreicht habt oder auch, wenn ihr ihn nicht erreicht habt. Hetzt nicht von einer Erfüllung zur nächsten in der Hoffnung, dort würde dann wahres Glück warten, denn das tut es nicht. Ihr habt es schon längst. Unsere Zeit hier ist kurz und deshalb werft nicht ein Stück von eurem Leben weg, nur weil es noch nicht das ist, was ihr euch vorstellt. Jeder einzelne Tag, mit Ziel oder Traum oder ohne Ziel und Traum ist ein Tag von eurem Leben und damit genauso wertvoll wie euer Traum. Vergesst das nicht. Und vor allem: Lasst euren Traum, euren Traum sein.

To live a happier life your life should be about you! It shouldn’t be about expectations. Your goals should be your own and don’t live solely for your career, your success or material things. Sure, those things make you happy. They make me happy. I don’t want you to go into your nearest forest and give up your dreams, goals and all your belongings – no, go for your dream, your career, your goals! But don’t make reaching those career-goals or dreams a condition to be happy, to be allowed to live your life, be worthy or good enough. You were that before. In the end you don’t require those things to be happy. You had a life before you reached that goal and it was just as good and worthy of living than after you reach that goal. That goes also for not reaching the goal or fulfilling the dream. You’ve had a life. It is worthy and you’re good enough, no matter how things turn out. Don’t run from one goal to another in the hope that it’ll somehow make you happier. You’re already here. No need to hurry. Our time here is short, don’t deem some of it unworthy, because you weren’t already where you wanted to be. Every single day, with or without goal, is a day of your life. And that makes it just as important as your goal.
And remember: Your dream should be your dream and not anybody else’s.

Hugs,
Isabell

  1. Liebe Isabell,

    dieser Kommentar betrifft diesen Eintrag hier und Deinen vorherigen, die „Teatime“ zu der ich nichts geschrieben hatte.

    Ich will es mal zusammenfassen:

    Ich mag diese Art der Einträge von Dir sehr. Hatte ja schon einmal angedeutet, dass ich es schön und bereichernd finde, wenn ich den Menschen, der „hinter dem Blog“ steht, ein bisschen kennenlernen darf.

    Mein Eindruck ist nicht, dass Du „zu viel redest“, und Deinen Schreibstil empfinde ich als sehr angenehm und gut zu lesen. Du strahlst Sympathie aus, Du bist nicht belehrend. Schreib‘ nur so wie Du magst, gib aber nur das und so viel von Dir preis, wie Du kannst und vor allem magst.

    Ich lese Deine Beiträge, gerade solche wie die „Teatime“ oder diesen hier, sehr gern und zudem mit Interesse. – Das hat nicht wenig mit mir selbst zu tun, der auch versucht, sich und seinen Weg zu finden. Ich bin zwar einiiges älter an Jahren als Du, aber ich bin nach wie vor nicht „fertig“. Ich denke, wie Du, dass man das auch niemals ist. – Ich weiß nicht, ob ich Dir das schon einmal geschrieben habe oder Du es in meinem Blog schon durch Lesen erfahren hast: Ich habe einiges an „Therapieerfahrung“ und weiß auch wie eine psychosomatische Klinik von innen aussieht.

    Die Suche und die Erfahrungen anderer Menschen, die eine hohe Sensibilität aufweisen und die ähnliche Fragen umtreiben wie mich, sind deshalb für mich nicht nur interessant sondern gar nicht selten auch hilfreich. Und sei es, wieder mehr Motivation zu finden, aus einem Loch wieder herauszukommen oder immerhin festzustellen, dass da andere Menschen sind, die manches teilen von dem was mir ungewollt vertraut ist.

    Wenn ich Deine Zeilen von heute zu sehe, dann vermittelt mir das den Eindruck, dass Du schon einige Schritte gegangen bist, die Dich mehr zu Dir stehen lassen, als das wahrscheinlich vor ein, zwei Jahren der Fall gewesen ist.

    Das schenkt mir Freude, und ich wünsche Dir, dass Du Kraft, ZUversicht und HIlfe von anderen Menschen aber auch in Dir selbst findest, dass Du diesen Weg weiter zu gehen vermagst.

    Ich komme gern wieder ubnd weiter lesen bei Dir.

    Viele freundliche und liebe Sonntagabendgrüße an Dich. Hab‘ eine gute, eine annehmbare neue Woche!

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