A quick reminder…

Eine kleine Erinnerung zum Sonntag, weil ich heute nicht viel zu erzählen habe, aber doch etwas loswerden will.

A quick reminder since I don’t actually have something to tell you this Sunday, but there’s still one little thing itching.

Es gibt manchmal Zitate, die mich sehr berühren und das ist so eins. Viel mehr als dort steht habe ich dazu nicht zu sagen, aber, so klischeehaft das ist, es ist eben wahr.

There are quotes that get to my heart and this is one of them. I have little more to say than what is already written there, but as cliché as that quote might sound, it is true.

Lasst uns aufhören in der Zukunft zu leben, immer auf etwas Besseres hinzustreben, auf das nächste Wochenende, den nächsten Urlaub, das nächste Event, den nächsten Job, die bessere Beziehung, auf den Moment, in dem wir endlich rundherum glücklich sein werden, diesen mystischen Moment, der irgendwann in einer schöneren, besseren Zukunft liegen wird, die wir noch gestalten müssen. Immer warten, warten, warten.

Let’s stop living in the future, trying to get somewhere better, waiting for the next weekend, the next holiday, hoping for the next event, the next job, a better relationship, for that moment in which we will finally be wholeheartedly happy, for that mystical moment in that better, more perfect, more beautiful future that we still have to create. Always waiting, waiting, waiting…

Es ist nicht schlecht, nach etwas zu streben, auf etwas hinzuarbeiten, sich auf etwas zu freuen, oder sein Leben schöner gestalten zu wollen. Im Gegenteil. Es wird nur gefährlich, wenn das alles, was ist, für einen wird. Wenn es nur noch um die Zukunft geht, wenn diese Zukunft das Jetzt, wo wir stehen, überschattet und klein und traurig aussehen lässt. Wenn hier und jetzt nichts mehr gut genug ist oder maximal durchschnittlich, weil wir eben nicht da sind, wo wir sein wollen. Dann wird das Streben zum Stress und letztendlich behindern wir uns dann selbst. Etwas schöner und besser zu machen, klappt nur, wenn wir den Platz akzeptieren und schätzen an dem wir bereits sind. Das hat auch etwas mit Selbstwertschätzung zu tun. Egal, wo wir stehen, egal wie mies unsere Situation ist, der Weg um davon wegzukommen ist nicht diese Situation zu verdammen, sie zu verachten und wegzuschieben, sondern sie anzunehmen und sich selbst damit anzunehmen und ihr und sich selbst zu verzeihen. Sich wohlfühlen, an dem Punkt, an dem man eben ist. Denn etwas ändern zu wollen, was bereits geschehen ist, ist ebenso so sinnlos wie betrüblich. Wir sind gut so, wie wir gerade sind, wo wir gerade sind.

There’s nothing bad in working towards something, looking forward to something or creating a better life for yourself. On the contrary. It only becomes dangerous if that future is all that there is. If your life now becomes average at best, small and unimportant at worst. If that thought of a brighter future makes everything you have now dull and sad. If that happens our working towards something better becomes little more than pressure and we start standing in our own way. Creating something better for ourselves only works if we accept and appreciate the position we are already in. It connects to self-love. No matter where we are, how grave the situation might seem to us, the way to get out of there is not to hate that situation, it’s not to push it away and despise it. It’s about how you accept it, how you accept and cherish yourself, how you forgive that situation and yourself. Be content with where you are, wherever you are. Trying to change something that already happended is as senseless as it is exhausting. You’re good and worthy exactly where you are now, the way you are now.

Wir verpassen eine Menge Dinge, wenn wir immer auf etwas Besseres, Schöneres warten. Die Zeit ist nicht reif, sagen wir, wenn wir Dinge an uns vorüberziehen sehen. Aber wann wird die Zeit reif sein? Es wird immer ein Gegenargument geben, ein besseres Angebot, jemanden, der sein Leben eher im Griff hat, dem sich mehr Möglichkeiten eröffnen als uns, der jünger und erfolgreicher ist. Sollen wir deshalb nie zufrieden sein? Und wann sollen wir anfangen zufrieden zu sein? Erst ab diesem mystischen Moment, wo wir alle Dinge zusammen haben, die wir zusammen haben wollen? Wer sagt, dass dieser Moment kommt? Wer sagt, dass er so toll ist, wie wir ihn uns ausmalen? Wer sagt, dass wir nicht vorher einen Autounfall haben, krank werden, irgendetwas anderes, kleines dazwischen kommt, was verhindert, dass dieser Moment so aussieht wie wir ihn uns vorstellen? Lohnt sich das?

Wahrscheinlich nicht, also lasst uns aufhören immer zu sagen: „Die Zeit ist nicht reif.“ Jetzt ist alles, was wir haben. Also lasst uns aufhören zu warten.

We miss out on so many things if we wait for something better. The time isn’t right, we say, as we watch opportunities go by. But when will the time be „right“? There will always be a downside to something, there might always be a better offer coming up later, somebody who’s doing better in life than we are, someone who’s got better opportunities, is younger and more successful. Should we be stopped by that? Does that mean we cannot be content with where or who we are? And if so, when will we allowed to be content? At that mystical moment in the future where everything’s going to be all right? When we have everything together we wanted to have together? What tells us that moment will truly come? What promises us that it will be as great as we think it is? Who says that there will not be a car crash before that moment happens? An illness? Or something really minor that nonetheless destroys the idea, the vision of that moment we had? Is this waiting worth it?

I don’t think so, so let’s stop saying: „The time isn’t right.“ Now is all we have. Let’s stop waiting.

Eine letzte Sache: Ich weiß, wie schwer es ist, das umzusetzen, was ich hier schreibe. Wer denkt, das würde bei mir jede Minute meines Lebens so klappen, liegt falsch. Es geht nicht darum immer und überall das hier so umzusetzen. Es geht nur darum, es sich ins Gedächtnis zu rufen und es zu probieren, wenn es gerade für einen wichtig ist. Wenn es klappt, gut, wenn es nicht sofort klappt oder mal gar nicht klappt, auch gut, aber man hat es probiert. Und man kann es immer wieder probieren.

One last thing: I know how hard it is to do what I just wrote. If you think I’d be able to do this at every minute of my life, you’re wrong. It’s not about being able to put it into practice always and anytime. It’s about remembering it and trying to put in into practice whenever you feel like you need it. If it works, fine, if it doesn’t, just as fine. You tried. You can try again.

Hugs,

Isabell

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