Teatime: Chaos, kleine Träume und eine lange Auszeit [German only]

Hallo ihr Lieben,

viel später als veranschlagt kommt endlich ein neuer Blogpost. Und da ich euch erzählen will, was mich so aufgehalten habt, erst einmal eine Teatime bevor allem anderen. Denn es waren ein paar chaotische und sehr schöne Wochen. Am zweiten Juli gab es meinen letzten Blogpost, ich schreibe diesen jetzt am 15. August.
Mehr als einen Monat Pause.
Here is what happened – Keeping up with Isabell:

Die Prüfungen

Nichts besonderes ist hier vom zweiten bis 16. Juli zu erzählen – der Zeitraum, in dem ich meine Prüfungen geschrieben habe. Mein Tagesablauf war recht minimalistisch, um es nett auszudrücken, denn ich habe vor allem gelernt. Und gegessen. Und geschlafen. Und das war’s für diese Zeit.
Das hat seinen Grund – zwei der schwersten Prüfungen dieses Studiums lagen vor mir: Mathematik und Print. Print, weil es sehr viel mit Physik zu tun hat und unheimlich viel Stoff war und Mathe, weil Mathe eben Mathe ist.
Dazu sollte man wissen, dass ich in Naturwissenschaften (außer Biologie) eine absolute Niete bin! Kein Fishing for compliments, kein „Ach, ich bin so schlecht, hupps, was für eine Überraschung, war doch ’ne zwei“. Meine Damen und Herren, in meinem Matheabi hatte ich gerade mal vier hart erkämpfte Punkte. Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, wie entspannt ich auf diese Prüfung zugehen konnte 😀
Davon abgesehen war das ja jetzt auch kein Abimathe und meine einzige Hoffnung war der Statistikteil, der den größeren Anteil ausmachte und den ich besser verstand.
Ihr fragt euch, wie diese Prüfungen gelaufen sind? Nun, ich weiß es nicht, denn wir haben immer noch keine Ergebnisse und ich bin nicht mutig genug um eine eigene Einschätzung abzugeben.
Print war so eine Prüfung bei der man am Ende seiner Antwort, wenn man reden würde, mit der Stimme leicht nach oben gehen würde um ein stummes Fragezeichen dran zu hängen und den Prof verunsichert anschauen würde, während Mathe ein streng dreinblickender Lehrer wäre, der einen so lange durchdringend anstarrt, dass man seine Antwort verbessert, aber dadurch eine Falsche gibt. Ja, so hat sich es angefühlt.
Mehr kann ich nicht dazu sagen, also dementsprechend: In der nächsten Folge sehen Sie, wie sich das Schicksal unser jungen Protagonistin wenden wird – zum Guten oder zum Schlechten, wer weiß – wird sie jubeln oder wird sie weinen?

Hausarbeiten und Salsa-Kurse 

Nach meiner letzten Prüfung am 16. Juli stand direkt meine Hausarbeit ins Haus (haha) für die ich bin zum 31. Juli Zeit hatte. Nun, ich nahm an, dass das doch eine relativ lange Zeitspanne wäre, in der man das locker schaffen könnte. Denkste.
Das Schreiben an sich hat mich nicht sonderlich lang gekostet. Das Problem waren die Quellen, das Researchen, Sammeln, Aufschreiben und Auswerten. Außerdem war die Deadline der Hausarbeit etwas unglücklich gelegt. Durch die beiden schweren Prüfungen davor war ein gleichzeitiges Arbeiten an der Hausarbeit nicht möglich.
Also lief ich, mit zwei Wochen Zeit im Hinterkopf, direkt am Tag nach meiner letzten Prüfung in die Bibliotheken – ich hatte schon vorher meine Literatur ausgewählt, das Einzige, für das mir Zeit geblieben war neben dem Lernen für Print und Mathe – und lieh mir meine Bücher aus, mit deren Auswertung ich umgehend begann.
Aber natürlich wollte ich eigentlich auch ein wenig genießen, dass ich meine beiden gemeinen Prüfungen hinter mir hatte, also fuhr ich eine Freundin an einem anderen Studienort ganz in meiner Nähe besuchen und wir verbrachten die Zeit im Freibad und lernten dort. Es war wirklich schön.
Besagte Freundin besuchte außerdem begeistert einen Salsa-Kurs, zu dem sie mich mitnahm und lasst euch sagen – niemals hätte ich gedacht das Tanzen so viel Spaß macht.
Gut, vielleicht war das ein Fortgeschrittenen-Kurs und ich kannte nicht mal die Grundschritte, aber ich glaube genau das hat es erst richtig spaßig gemacht (auch für die Anderen – vor allem für die Anderen).
Es ist vielleicht recht offensichtlich, dass ich binnen dieses Zeitraumes nicht wirklich viel erledigt bekommen habe.
Letztendlich hatte ich noch anderthalb Wochen um meine Hausarbeit zu schreiben. Ich weiß, es gibt einige Leute, die sowas innerhalb von drei Tagen schreiben, aber ich gehöre nicht dazu.
Meine Tage wurden wieder recht eintönig, aber diesmal angenehmer, denn ich sichte viel lieber Literatur und schreibe Hausarbeiten, als ich Mathe lerne.
Das Durcharbeiten meiner Literatur nahm eine Woche in Anspruch, das Schreiben der Hausarbeit einen Tag (aber dann durchgehende Arbeit von neun Stunden). Der Rest war Feinschliff. Aber jede Menge Feinschliff. Am Ende stand das Ding. Mein Baby.
Mein Baby – das Fehler hatte. Man soll seine Kinder unvoreingenommen und bedingungslos lieben – damit hätte ich kein Problem, aber ich hatte das Gefühl, dass mein Prof mein Kind nicht unvoreingenommen und bedingungslos lieben würde.
Am 29. Juli saß ich im Auto von meinem Heimatort zu meiner Hochschule, es war ein warmer Sonntag und ich wollte die Abgabe der Hausarbeit mit einem Besuch bei meinem Bruder verbinden. Meine Mutter war auch dabei. Sie las die Hausarbeit noch einmal Korrektur – einfach so – und entdeckte, dass ich ein Wort vergessen hatte.
Mein Perfektionistenherz blieb stehen. Es war nur ein Artikel, aber auf einmal verdunkelte sich meine Welt. Ich konnte – ich wollte – meine Hausarbeit so nicht abgeben.
Meine Mutter empfand das als etwas melodramatisch.
Aber leider stellte ich, angekommen an meiner Uni, fest, dass – nunja – ich nicht bloß ein Wort vergessen hatte, sondern die Seite auf der das vermaledeite Wort war (oder besser gesagt nicht war), auch auf der Rückseite bedruckt war. Und mit was?
Mit der letzten Aufgabe meines Lerntagebuchs, dass ich am selben Tag abgeben wollte.
Wie auch immer das passiert war – ich kann es mir bis heute nicht erklären, vor allem da ich extra neues, frisches Papier für meine Hausarbeit gekauft hatte.
In jedem Fall konnte ich damit weder die Hausarbeit noch mein Lerntagebuch abgeben. Ich hatte mich überaus erfolgreich ins Aus geschossen (sowas kann ich besonders gut).
In launiger Stimmung (um es freundlich auszudrücken) rief ich also meinen Bruder an, in der Hoffnung, er könne mich erretten. Ich hatte meine Hausarbeit zum Glück in tausendfacher Ausführung (man kann nie vorsichtig genug sein) in Google Drive abgespeichert und das Lerntagebuch war auf Moodle online. Also alles kein Problem. Meinte auch mein Bruder.
Angekommen – und ich erspare euch alle Zwischenschritte – korrigierte ich meine Hausarbeit, alles war gut, ich wiegte mich in Sicherheit. Und dann streikte der Drucker.
Er streikte nicht richtig, denn so sind Drucker nicht. Drucker sind hinterhältig und intrigant. Das heißt, er druckte, aber er druckte mit einem dicken fetten Fleck, der in drei regelmäßigen Abständen immer wieder auf dem Blatt erschien.
Wir nahmen ihn auseinander, setzten ihn wieder zusammen, nahmen ihn wieder auseinander, setzten ihn wieder zusammen, nahmen ihn wieder auseinander, setzten ihn wieder … ihr wisst schon. Wir haben es aber tatsächlich so oft gemacht, denn richtig auseinandernehmen lassen wollte er sich auch nicht.
Schließlich, endgültig, gegen 18Uhr abends, nachdem der Besuch bei meinem Bruder aus nichts anderem als aus Hausarbeit korrigieren und Drucker reparieren bestanden hatte, waren wir siegreich. Wie vermutet war eine der Rollen nicht sauber – es hatte sich ein Stück Papier da heran geheftet, was den Fleck verursachte.
Ich druckte meine Hausarbeit erneut aus und die letzte Seite meines Lerntagebuchs, beantwortete diese, ging mit meinem Bruder auf einen Alibi-Spaziergang, damit wir zumindest irgendetwas miteinander gemacht hatten, was nicht mit meiner Hausarbeit zu tun hatte – und verabschiedete mich um diese endgültig abzugeben.
Ich glaube, mein Bruder war noch nie so froh mich gehen zu sehen.
Und damit endete meine Arbeit für die Hochschule.

Italien und kleine Träume

La dolce vita! Gleich nach der Abgabe meiner Hausarbeit blieben mir noch sechs Tage um mich auf Italien vorzubereiten.
Das ist an sich kein Problem – für meine Australienreise damals brauchte ich genau einen Tag um zu packen. Man kann das perfekt organisiert oder sehr chaotisch nennen – ich werde nicht verraten, welches von beidem es ist.
Aber ich, wie ich nun mal bin, hab alle letzten Aufgaben, die ich noch so zu erledigen hatte in diese sechs Tage gesteckt. Inklusive eines Zahnarzttermins, in dem ich ein Termin für die Entfernung meiner oberen Weisheitszähne festgelegt habe – direkt nach der Italienreise. Ich bin nämlich offiziell mit meiner Zahnspange fertig (raus gekommen ist sie schon letzten Mai, aber jeder, der mal eine Zahnspange hatte, weiß das damit eine recht lange Nachbehandlung verbunden ist) und jetzt fehlten nur noch die oberen Weisheitszähne. Und ich wollte endlich kein Dauergast mehr beim Zahnarzt/Kieferorthopäden sein, also wollte ich das möglichst schnell erledigen.
Am Ende besagter sechs Tage und sämtlicher kleiner und größerer Pflichterfüllungen, die ich dort herein quetschen konnte, war ich tatsächlich überaus urlaubsreif.

Wie es dann in Italien war – das kommt in einem separaten Blogpost online, der nicht mehr so lange auf sich warten lässt. Es war weit schöner als ich vermutet hätte und weit erholender. Ich habe mich in dieses Land verliebt. Es war ein kleiner Traum.

Weisheitszähne

Keine Woche nach meiner Rückkehr ließ ich mir die Weisheitszähne ziehen und ganz erholt habe ich mich davon bis jetzt nicht. Aber das erspare ich euch nun wirklich.
Egal, wie viel Humor ich da herein bringe, es ist nun mal einfach kein spannendes Thema und schon gar kein sonderlich Erheiterndes. Außer ihr steht auf Bettruhe und schmerzende, leere Zahnhöhlen. Seht ihr? Hab ich’s doch gesagt.
Stattdessen behalte ich mir jetzt vor hier einen Dad-Joke einzuwerfen: Ich bin nun nicht mehr weise. Ha hahahaha ha.

Dieser Blogeintrag

UAAAAAAAAAAAAAAARRRRRGGGGGHHHHH! Er sollte eigentlich letzten Sonntag online, aber, vielleicht haben es ja einige Leute mitbekommen – nur der allererste Entwurf ist online gegangen. Ich hab das zu Anfang gar nicht bemerkt, denn ich hab einfach nur geschaut, ob er online ist und das war er. Erst durch Zufall, am Abend, als ich draufgeklickt habe, ist mir das tatsächlich aufgefallen. Selten war ich so frustriert. Ich weiß nicht ganz, was schief gegangen ist, aber ich dachte mir, dann lad ich ihn eben wann anders hoch. Das hat auch nicht geklappt. Er ist dann einfach gar nicht online gegangen. Kann man auch mal machen.
Jetzt habe ich alle Bilder rausgenommen und werde nun sehen, ob es klappt. Uhrzeit und Tag sind mir inzwischen sowas von egal. Fragt mich nicht, was falsch war, aber es tut mir leid, dass es jetzt nochmal Wochen später kommt und vor allem tut es mir für die Bilder leid. Aber ich hab’s einfach satt. Ich werkel jetzt nicht noch einmal daran herum, bis das jetzt klappt. Schließlich soll er jetzt hoch.
Ich hoffe nur, das mit den Bildern gibt sich wieder, denn sonst wird der Italien-Blogeintrag ein wenig traurig aussehen.

Nun denn, ich hab nach all dem echt keine Lust mehr.
Hier habt ihr euren blöden Blogeintrag. Pah!
(Okay, nein, es liegt mir sehr viel an diesem Blog – aber das wisst ihr denke ich ja)

Hugs,

Isabell

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